Über mich
Ich bin Theophil Kroller, Gründer von Beziehungsdynamiken. Ich begleite Menschen dabei, genauer hinzuschauen: auf das, was zwischen ihnen passiert, auf alte Muster — und auf das, was wieder mehr Klarheit, Verantwortung oder Verbindung möglich machen kann.
Geprägt haben mich psychosoziale Beratung, wissenschaftliches Arbeiten, meine Zeit in China und Japan, viele Jahre in Lehre und Begleitung — und nicht zuletzt mein eigenes Leben als Vater von zwei Kindern.
Haltung
Gute Beziehungsberatung braucht für mich beides: einen sicheren Raum und einen klaren Blick. Einen Raum, in dem schwierige Themen ausgesprochen werden können — und einen Blick, der nicht an der Oberfläche bleibt.
Bei mir gibt es keine Schuldzuweisungen. Mich interessiert vielmehr Euer Muster: Was passiert zwischen Euch, wenn Ihr Euch schützt, angreift, zurückzieht, erklärt, verstummt oder um Nähe kämpft?
Das „Problem“ ist üblicherweise nicht eine Person, sondern ein wiederkehrender Kreislauf. Beratung kann helfen, diesen Kreislauf zu verlangsamen, zu verstehen und neue Handlungsmöglichkeiten zu finden.
Beratung bedeutet für mich nicht, eine Beziehung „perfekt“ zu machen. Es geht eher darum, wieder mehr Wahlfreiheit zu gewinnen: Was will ich weiterführen? Was will ich verändern? Wo brauche ich eine Grenze? Und wo ist vielleicht wieder Verbindung möglich?
Was Du bei mir erwarten kannst
Schwierige Dinge dürfen benannt werden — nicht, um zu verletzen, sondern damit sichtbar wird, was bisher keinen guten Platz hatte.
Wir schauen nicht nur auf einzelne Konflikte, sondern auf den wiederkehrenden Tanz: Wer sucht Kontakt, wer schützt sich durch Rückzug, wer passt sich an, wer übernimmt zu viel?
Beziehung braucht Nähe und Eigenständigkeit. Es geht darum, für Dich einzustehen und zugleich in Kontakt bleiben zu können.
Auch persönlich
Ich bin Vater von zwei Kindern. Auch dadurch ist mir sehr bewusst, dass Beziehung nicht nur aus schönen Idealen besteht. Sie zeigt sich im Alltag: in Müdigkeit, Verantwortung, Missverständnissen, Erwartungen, Nähe, Rückzug und dem Wunsch, es trotzdem gut miteinander zu machen.
Ich glaube nicht an die "perfekte" Beziehung. Aber ich glaube daran, dass Menschen lernen können, ehrlicher zu sprechen, besser zuzuhören, Verantwortung zu übernehmen und wieder mehr Wahlfreiheit zu gewinnen.
Was meinen Blick geprägt hat
Unterschiedliche Lebenswelten haben meinen Blick früh geprägt. Ich habe ein Jahr als High-School-Austauschschüler in den USA bei einer afroamerikanischen Familie gelebt, Sinologie studiert, zwei Jahre in China und ein halbes Jahr in Japan verbracht.
Auf Reisen in Ecuador, Peru, Mexiko und Tansania, in den Anden, im Dschungel, in Tibet und im Alltag mit Gastfamilien und Minderheiten habe ich erlebt, wie unterschiedlich Menschen Familie, Nähe, Zugehörigkeit, Verantwortung und Grenzen verstehen können. In der Beratung hilft mir dieser Blick, genauer nachzufragen und nicht vorschnell zu bewerten, was Menschen leben, fühlen oder entscheiden.
Während meines High-School-Austauschjahres in den USA lebte ich bei einer afroamerikanischen Familie. In meiner schulischen Fachbereichsarbeit setzte ich mich später mit African American History auseinander. Diese Erfahrungen haben mein Interesse daran geweckt, genauer hinzuschauen: Wie entstehen Zugehörigkeit, Identität, Verletzung, Stärke und unterschiedliche Formen von Familie?
Später habe ich Sinologie studiert, zwei Jahre in China und ein halbes Jahr in Japan gelebt. In China habe ich unterrichtet, mit Studierenden gearbeitet, Zeit mit Waisenkindern im SOS-Kinderdorf verbracht und auch Einblicke in die Lebenswelten ethnischer Minderheiten bekommen. In Japan habe ich studiert, bei einer Gastfamilie gelebt und in einer Englischschule mit Schul- und Kindergartenkindern gearbeitet. Dabei habe ich gelernt, wie viel Beziehung auch mit Sprache, Zurückhaltung, Kontext, unausgesprochenen Erwartungen und kulturell geprägten Vorstellungen von Nähe und Verantwortung zu tun hat.
Auch meine Reisen haben meinen Blick erweitert. Ich war mehrere Monate mit dem Rucksack in Ecuador, Peru, Mexiko und Tansania unterwegs, bin Menschen im Dschungel und in den Highlands der Anden begegnet und war einen Monat mit dem Mountainbike in Tibet unterwegs. Diese Erfahrungen waren nicht einfach nur Reisen, sondern Begegnungen mit sehr unterschiedlichen Formen von Alltag, Gemeinschaft, Gastfreundschaft, Familie, Spiritualität, Unsicherheit und Selbstverständlichkeit.
Mich interessiert bis heute, wie Menschen in unterschiedlichen sozialen, kulturellen und familiären Zusammenhängen leben, lieben, Verantwortung übernehmen und mit Konflikten umgehen. Diese Neugier ist ein wichtiger Teil meiner Haltung. Für meine Beratung bedeutet das: Ich gehe nicht davon aus, dass es nur eine richtige Art gibt, Beziehung, Familie, Nähe oder Verbindlichkeit zu leben.
All diese Erfahrungen fließen heute in meine Beratung ein. Ich höre genau hin, frage nach Bedeutungen und versuche nicht vorschnell einzuordnen, was Menschen leben, fühlen oder entscheiden. Mir geht es darum, die jeweilige Lebenswelt eines Menschen ernst zu nehmen — ohne sie zu romantisieren, zu bewerten oder in bekannte Schubladen zu pressen.
Was passiert zwischen uns?
Der Blick auf Dynamiken, Wechselwirkungen und wiederkehrende Muster.
Was wird geschützt?
Der Blick auf Rückzug, Druck, Anpassung, Kontrolle, Scham, Angst oder alte Verletzungen.
Was wäre jetzt ein ehrlicher nächster Schritt?
Der Blick auf konkrete Veränderung: ein anderes Gespräch, eine Grenze, eine Vereinbarung oder mehr Klarheit.
Wissenschaftlicher Schwerpunkt
Meine Masterarbeit habe ich zur Beratung im Kontext von Beziehungsvielfalt geschrieben. Dabei wurde für mich noch deutlicher, wie wichtig professionelle Räume sind, in denen Menschen ihre Beziehungsform nicht zuerst erklären oder verteidigen müssen.
Viele Fragen in offenen oder polyamoren Beziehungen sind keine exotischen Sonderfragen. Es geht um sehr menschliche Themen: Sicherheit, Eifersucht, Freiheit, Verbindlichkeit, Grenzen, Kommunikation, Verantwortung und Zugehörigkeit.
Deine Beziehungsform ist nicht automatisch das Problem. Entscheidend ist, was in Deiner konkreten Beziehungssituation passiert.
Du musst nicht bei null anfangen. Gleichzeitig interessiert mich, wie Du selbst Deine Beziehung, Deine Grenzen und Deine Vereinbarungen verstehst.
Freiheit und Verbindlichkeit müssen kein Widerspruch sein. Entscheidend sind tragfähige Absprachen, ehrliche Kommunikation und gegenseitige Achtung.
Interdisziplinärer Weg
Ich habe in unterschiedlichen Feldern gelernt und gearbeitet: Sinologie, Wirtschaft, Technik, Umweltmanagement, Ökotoxikologie, Forschung, Lehre und psychosoziale Beratung. Auf den ersten Blick wirkt das vielleicht breit. Für meine heutige Arbeit ergibt es aber einen roten Faden.
Mich interessiert, wie Menschen sich in komplexen Situationen orientieren: wie sie Entscheidungen treffen, mit Unsicherheit umgehen, Verantwortung übernehmen, miteinander sprechen — und wie Veränderung möglich wird, ohne Menschen auf ein Problem zu reduzieren.
Ausbildung & Qualifikationen
Hier erfährst Du mehr über meine Ausbildungs-Stationen im psychosozialen Bereich.
Akademischer Abschluss
Masterarbeit zur Beratung im Kontext von Beziehungsvielfalt und Beziehungsvielfalt.
Der Masterabschluss steht für mich für die vertiefte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit psychosozialer Beratung: mit Beratungsforschung, professioneller Reflexion und der Frage, wie Beratung in komplexen Lebens- und Beziehungssituationen wirksam, ethisch und verantwortungsvoll gestaltet werden kann.
In meiner Masterarbeit habe ich mich mit Beratung jenseits traditioneller Beziehungsmodelle beschäftigt: mit Erfahrungen, emotionalen Dynamiken, sozialen Kontexten und dem Beratungsbedarf polyamor lebender Menschen. Das hat auch meinen Blick geprägt: nicht vorschnell bewerten, sondern genau verstehen, was Menschen brauchen, um in ihrer jeweiligen Beziehungsform verantwortlich und verbunden leben zu können.
Beratungsausbildung
Universitäre Ausbildung in psychosozialer Beratung mit breitem methodischem Fundament.
Die Ausbildung an der Universität Graz war breit angelegt: humanistische Grundhaltung, systemische Perspektiven, psychodynamisches Verstehen, kognitiv-behaviorale Strategien, Gesprächsführung, Selbsterfahrung, Krisenintervention, Ethik, Recht und facheinschlägige Praxis.
Gerade diese Vielfalt ist mir wichtig. Wir haben nicht nur „eine Schule“ kennengelernt, sondern unterschiedliche Landkarten für menschliches Erleben, Beziehung, Konflikt und Veränderung. Für meine Arbeit bedeutet das: Ich schaue nicht dogmatisch auf Dich oder Euch, sondern frage, welche Perspektive gerade hilft, mehr Klarheit, Verantwortung und Handlungsspielraum zu gewinnen.
Methodische Breite
In der psychosozialen Beratung geht es selten um einfache Antworten. Deshalb ist mir ein Zugang wichtig, der mehrere Perspektiven verbinden kann.
Der Mensch steht bei mir als Person im Raum mit Würde, Ressourcen, Geschichte und Entwicklungsmöglichkeiten.
Wir schauen auf Wechselwirkungen: Was passiert zwischen Euch? Welche Dynamik hält sich selbst am Laufen?
Manchmal wirkt Vergangenes in der Gegenwart weiter: alte Verletzungen, Schutzmuster, Scham, Angst oder Sehnsucht.
Einsicht ist wichtig. Aber Beratung soll auch helfen, neue Schritte, Gespräche und Vereinbarungen möglich zu machen.
Fortbildungen
Meine Fortbildungen vertiefen meinen Blick auf Paardynamiken, Konfliktmuster, Kommunikation, emotionale Verbindung und konkrete Beziehungskompetenzen.
Fortbildung zu Paarbeziehungen, Konfliktdynamiken und emotionaler Verbindung.
Die Gottman-Methode richtet den Blick auf konkrete Muster in Paarbeziehungen: Wie sprechen Menschen miteinander? Wie eskalieren Konflikte? Was stärkt Freundschaft, Vertrauen und emotionale Verbindung?
Was für meine Arbeit daran besonders wertvoll ist? Es geht um beobachtbare Kommunikation, wiederkehrende Konfliktdynamiken und kleine, konkrete Schritte, die im Alltag einen Unterschied machen können.
Fortbildung in klarer, direkter und beziehungsorientierter Arbeit mit Paardynamiken.
Das Relational Life Therapy Level 1 Training hat meinen Blick auf klare, beziehungsorientierte Arbeit vertieft: Muster sichtbar machen, Verantwortung übernehmen, Grenzen achten und Verbindung wieder möglich machen.
Was ich aus dieser Fortbildung mitnehme, ist eine Haltung: freundlich genug, damit Menschen offen bleiben können — und klar genug, damit Veränderung nicht im Ungefähren stecken bleibt.
Hinweis: Die genannten Fortbildungen bezeichnen absolvierte Trainings bzw. Ausbildungsstufen. Sie bedeuten nicht automatisch eine Zertifizierung als Therapeut oder lizenzierter Anbieter der jeweiligen Methode.
Weitere prägende Seminare und Erfahrungsräume
Neben meinen formalen Ausbildungen haben mich auch Seminare und Erfahrungsräume geprägt, in denen es um Präsenz, Beziehung, Körperwahrnehmung, Ausdruck, Grenzen, Werte und ehrlichen Kontakt ging. Diese Erfahrungen stellen für mich persönliche und professionelle Lernräume dar, die meinen Zugang zu Beratung mitgeprägt haben.
Februar 2021 – März 2022
108-stündiges Jahresprogramm bei Xandy Liberato / Liberato Method zu Körperbewusstsein, Bewegung, Präsenz, Ausdruck, Wahrnehmung und persönlicher Verkörperung.
2022–2025
Teilnahme an mehreren Seminaren zu Körperwahrnehmung, achtsamer Verbindung, Intimität, Beziehungsdynamiken, Präsenz und Kommunikation im Bewegungskontext.
Herbst 2022
Seminar bei Camino Creativo zu Selbstwahrnehmung, inneren Mustern, Präsenz und persönlicher Entwicklung.
Frühling 2023
Erfahrungsorientiertes Training zu authentischer Kommunikation, Präsenz, ehrlichem Mitteilen, achtsamem Zuhören und lebendigem Kontakt. Im Mittelpunkt standen Übungen zu Empathie, echter Neugier, Kontextsetzung, Selbstwahrnehmung, dem Umgang mit Unbehagen und der Frage, wie Konflikt in mehr Verständnis und Verbindung führen kann. Diese Erfahrung hat meinen Blick dafür geschärft, wie wichtig sichere Gesprächsräume, klares Mitteilen und wirkliches Zuhören für Beziehung sind.
Sommer 2023
Integrativ-gestalttherapeutisches Seminar bei Dr. Günther Bitzer-Gavornik zu Aggression, Lebenskraft, Mut, Vitalität, Grenzen und persönlicher Präsenz.
2020–2025
Über 150 Stunden strukturierte persönliche Entwicklungsarbeit zu Werteklärung, Lebensplanung, Perspektivwechsel, Zielarbeit und angewandter Selbstreflexion. Im Mittelpunkt standen tiefgehende Prozesse zur Auseinandersetzung mit inneren Bildern, Bewertungen, emotionalen Reaktionsmustern, biografischen Prägungen und persönlichen Lebensbereichen. Diese Arbeit hat meinen Blick dafür geschärft, wie Menschen Sinn, Richtung, Verantwortung und Veränderung in ihrem Leben entwickeln können.
Ergänzend praktiziere ich Bujinkan Budo Taijutsu. Diese Körperpraxis stärkt für mich Aufmerksamkeit, Zentrierung, Grenzen, Präsenz und den bewussten Umgang mit Bewegung und Raum.
Klarer Rahmen
In der psychosozialen Beratung arbeiten wir an dem, was Dich oder Euch im Alltag bewegt: Beziehungsmuster, Kommunikation, Grenzen, Entscheidungen, Konflikte, Vereinbarungen und konkrete nächste Schritte.
Mein Angebot ist psychosoziale Beratung im Rahmen der Lebens- und Sozialberatung. Es ersetzt keine Psychotherapie, keine medizinische Behandlung und keine akute Krisen- oder Notfallversorgung.
Rechtlich ist psychosoziale Beratung in Österreich im Bereich der Lebens- und Sozialberatung verankert. Psychotherapie ist davon zu unterscheiden und als eigener Gesundheitsberuf geregelt.
Wenn Du Dich in einer akuten Krise befindest oder unmittelbare Gefahr besteht, wende Dich bitte an geeignete Notfallstellen, Krisendienste oder medizinische Hilfe.
Kennenlernen
Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam, worum es bei Dir oder Euch gerade geht, welcher Rahmen sinnvoll sein könnte — und ob mein Zugang zu Deinem Anliegen passt.